(#14) Die Chinesen und ihre Eier

Kein Wetmarket, kein Supermarkt, kein Straßenmarkt kommt ohne Eier aus.

Eier in allen erdenklichen Größen, Farben und Geschmacksrichtung. Hühnereier, Enteneier, Gänseeier, Wachteleier, Eier von Singvögeln. Frisch oder schon gekocht, gedämpft, als 100-jährige Eier oder auf irgendeine andere Art und Weise zubereitet. Nicht, wie bei uns, verpackt in Eierkartons. Die Eier liegen hier in großen Mengen auf den Tischen oder in Körben. Sie werden auch für den Transport nicht in Eierkartons verpackt, sondern kommen in eine Tüte. Eier sind für die Chinesen ein Grundnahrungsmittel. Sie sind genau so wenig aus der chinesischen Küche wegzudenken wie der Reis. Kein Wunder also, dass es unheimlich viele und manchmal auch einfach nur unheimliche Rezept für die Zubereitung gibt.

In Urin gekochte Eier

Vor Kurzem habe ich gelernt, dass es in Dongyang, eine Stadt im Osten Chinas, eine ganz besondere Spezialität gibt – die Tong Zi Dan („dan“ ist das chinesische Wort für Ei). Diese Eier werden im Urin von Jungs gekocht. Die Jungs müssen aber unter acht Jahren alt sein. Es soll in Dongyang Schulen geben, an denen extra Eimer aufgestellt sind, um in diesen den Urin der Jungs zu sammeln.

Zubereitet werden die Eier, indem man sie zunächst für eine Stunde in kochenden Urin kocht. Danach wird die Schale angebrochen und die Eier kommen wieder zurück in den Urin. Dieses Mal werden sie darin so lange weitergekocht, bis alles verdampft ist, bzw. die Eier das Urin vollständig aufgenommen haben. Wer’s mag!

Weiterlesen beim Blog „SHANGHAI AND I“


Nicole ist im Mai 2019 voller Vorfreude in das Abenteuer Shanghai gestartet und hat sich Hals über Kopf in die Millionenmetropole verliebt. Seit ihrer Ankunft bloggt sie über ihre kleinen und manchmal auch größeren Unwägbarkeiten des Alltags, über die Dinge, die sie jeden Tag wieder auf’s Neue in Erstaunen versetzen und manchmal auch einfach nur über bekannte und weniger bekannte Attraktionen, Geschichte und Geschichten rund um Shanghai.


×Scan to share with WeChat