(#16) Mord im Art Deco Millieu?

Ich liebe Krimis. Je mehr Morde ich – natürlich nur im Fernsehen – klären kann, umso besser.

Kein Wunder also, dass mir diese Geschichten um einen ungeklärten Mordes im Shanghai der 30er Jahre gefällt. Dass ich ihn aufklären werde, bezweifele ich.

Hättet Ihr gewusst, dass Shanghai die Stadt mit den meisten noch erhaltenen Art Deco Gebäuden der Welt ist? Dicht gefolgt von Miami. Tatsächlich stößt man auf Schritt und Tritt auf diesen Baustil aus den 1920er und 30er Jahren. In fast jeder Straße im Gebiet der ehemaligen internationalen Siedlungen stehen Art Deco Gebäude. Es sind so viele, dass sie schon gar nicht mehr auffallen. Dabei sind sowohl die Gebäude als auch die damit verwobenen Geschichten super spannend. Darunter auch die Geschichte um den spurlos verschwundenen französischen Architekten Alexandre Leonard.

Alexandre Leonard, 1890 in Paris geboren, zog es 1921 mit zahlreichen anderen eruopäischen Architekten, Investoren und Geschäftsleuten in die French Concession nach Shanghai. Bereits ein Jahr nach seiner Ankunft eröffnete er gemeinsam mit seinen beiden Partnern Paul Veysseyre und Arthur Kruze ein Architekturbüro, das bald zum bekanntesten und erfolgreichsten Art Deco Architekturbüros der Stadt wurde. Auf sie gehen Gebäude wie die Chung Wai Bank und das Gascogne aus dem Jahr 1935, die Willow und Dauphine Apartments aus 1936, sowie die Boissezon Appartments zurück.

Weiterlesen beim Blog „SHANGHAI AND I“

Nicole ist im Mai 2019 voller Vorfreude in das Abenteuer Shanghai gestartet und hat sich Hals über Kopf in die Millionenmetropole verliebt. Seit ihrer Ankunft bloggt sie über ihre kleinen und manchmal auch größeren Unwägbarkeiten des Alltags, über die Dinge, die sie jeden Tag wieder auf’s Neue in Erstaunen versetzen und manchmal auch einfach nur über bekannte und weniger bekannte Attraktionen, Geschichte und Geschichten rund um Shanghai.


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