(#26) Ein Tag am Meer

Shanghai und Meer. Findet ihr das genau so absurd wie Shanghai und Erdbeeren pflücken?

Ich hatte schon von Shanghais Stadtstrand gehört, aber erst letzten Samstag waren wir dann endlich auch mal da. Alex mit Mann und Sohn und mein Mann und ich.

So wirklich um die Ecke ist der Strand nicht. Wir mussten schon eine etwas längere Anfahrt in Kauf nehmen, aber wir hatten alles perfekt organisiert. Von uns aus mit dem Taxi zu Alex. Damit hatten wir schon mal fast den halben Weg. Dort einen leckeren Kaffee und dann gemütlich mit dem Fahrer weiter an den Strand. Vor lauter Gequatsche kam mir die Fahrt nur sehr kurz vor, aber auf der Karte habe ich gesehen, dass wir eine ziemliche Strecke gefahren waren und Zeit war auch vergangen.

Aber da lag es vor uns. Das Meer! Zumindest sahen wir viel Wasser. Sand war nicht in Sicht. Lediglich ein riesiger Parkplatz und zwei Wasserflugzeuge. So ganz sicher, ob wir hier richtig sein würden, waren wir uns nicht. Mir kam es eher wie ein Flugplatz vor. Aber unsere recherchierte Adresse stimmt mit der Adresse, wo wir angekommen waren überein und der Fahrer bestand darauf, dass wir richtig wären.

Also sind wir tapfer ausgestiegen, haben unsere Profiausrüstung für den Strand auf uns fünf verteilt und sind auf den Eingangsbereich los. So einfach Auto abstellen und über die Dünen an den Strand ist hier nicht. Hier werden erst die Temperatur und der grüne QR-Code gecheckt, Eintritt bezahlt und dann kommt man nach einem kurzem Stück laufen an den Strand. Vorbei an rechts Fressbuden, in der Mitte ein langer Grünstreifen mit Spielplatz für die Kleinen und links Sand. Natürlich teilen die Chines*innen unsere Vorstellungen von Strand. An einen Strand – zumindest in wärmeren Gegenden – gehören Palmen. Selbstverständlich gibt es auch hier Palmen. Erst auf den zweiten Blick haben dann auch wir erkannt, dass sie aus Plastik sind. Egal. Palme ist Palme.

Weiterlesen beim Blog „SHANGHAI AND I“


Nicole ist im Mai 2019 voller Vorfreude in das Abenteuer Shanghai gestartet und hat sich Hals über Kopf in die Millionenmetropole verliebt.
Seit ihrer Ankunft bloggt sie über ihre kleinen und manchmal auch größeren Unwägbarkeiten des Alltags, über die Dinge, die sie jeden Tag wieder auf’s Neue in Erstaunen


×Scan to share with WeChat